Krieg, Tod und Gewalt sind mittlerweile jeden Tag in den Medien zu sehen. Der Ukraine–Russland-Konflikt hält weiter an, Spannungen zwischen Großmächten nehmen zu und immer wieder hört man von Anschlägen oder Mordfällen. Die Welt wirkt, als würde sie überquellen vor Hass und Zorn – und übrig bleiben gebrochene Menschen und zerstörte Träume.

“How many seas must a white dove sail, before she sleeps in the sand?”

Diese berührende Frage aus Bob Dylans „Blowin’ in the Wind“ begleitet mich schon seit Jahren. Die weiße Taube als Friedenssymbol, die eine unbestimmte Anzahl an Ozeanen überwinden muss, bevor sie endlich Ruhe findet, ist für mich zu einem Leitmotiv geworden: Wie lang wird es dauern, bis wir als Menschheit wirklich Frieden lernen?

Das ist auch der Grund, warum die weiße Taube das Motiv für meine Webseite geworden ist. Auf ihren weißen Schwingen möchte ich hier meine Gedanken und Gefühle niederschreiben – und vielleicht sogar jemandem helfen, selbst einen friedlicheren Pfad einzuschlagen. Ich lade euch herzlich ein, meinem Blog zu folgen und eure eigenen Gedanken mitzuteilen, damit ein friedliches Miteinander Stück für Stück realer wird.


Musik als emotionales Fundament

Ich bin mittlerweile seit gut 20 Jahren Musiker und habe schon unzählige Male auf der Bühne gestanden. Angefangen habe ich in der örtlichen Musikkapelle daheim, heute bin ich ausgebildeter Kapellmeister und Chorleiter. Musik war mir immer ein treuer Begleiter – und ich erwische mich oft dabei, einfach vor dem PC zu sitzen und Musik auf mich wirken zu lassen.

So viele Genres und Musikrichtungen begeistern mich. Irgendwann habe ich begonnen, nicht nur den Klang, sondern auch die Botschaften vieler Lieder ernst zu nehmen. Das oben erwähnte „Blowin’ in the Wind“ war eines der ersten Lieder, das so eine Wirkung hatte: Als ich später Englisch lernte, nahm der Text für mich eine ganz neue Dimension an.

Je mehr ich Musik als „Literatur“ entdeckt habe, desto klarer wurde mir: Musik ist eine universelle Sprache, die Menschen verbinden kann. Das klingt abgedroschen – bis man sich bewusst macht, dass Menschen, die bei einem Zeltfest gemeinsam ein Volkslied singen und lachen, in diesem Moment aktiv Frieden leben. Dann wird die Redewendung plötzlich greifbar.


Stoische Philosophen als Vorbilder

Vor einigen Jahren bin ich eher zufällig über ein paar philosophische Texte gestolpert, die mich sehr inspiriert haben. Über diese Umwege bin ich beim Stoizismus gelandet. Viele Qualitäten dieser Philosophie können helfen, das Chaos der modernen Welt auszuhalten, ohne innerlich völlig zu zerbrechen.

Besonders der Fokus auf das Selbst – und die Einsicht, dass nur sehr wenige Dinge im Leben wirklich in unserer eigenen Hand liegen – ist für mich zentral. Einen kühlen Kopf bewahren, erst denken, bevor man handelt, und zu den eigenen Entscheidungen stehen: Das sind Haltungen, die ich mir wünsche und an denen ich täglich übe (Betonung auf übe).

Ich würde mich noch nicht als „fertig“ oder „konsequent friedfertig“ bezeichnen. Ich bin eher jemand, der versucht, friedliebend zu leben und sich auf den Weg zu machen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass in der Weisheit zwischen den Zeilen von Marcus Aurelius, Epiktet und vielen anderen ein wichtiger Schlüssel für ein friedlicheres Zusammenleben steckt.


Was dieser Blog werden soll

„Disarming Kindness“ ist mein Name für eine Haltung, die klar ist und gleichzeitig freundlich bleibt. Ich möchte herausfinden, wie wir in einer Welt voller Lautstärke, Meinungen und Verletzungen weniger aus Reflex und mehr aus Haltung reagieren können – im Streit, im Internet, in der Familie, im Umgang mit uns selbst.

In diesem Blog wirst du deshalb vor allem drei Dinge finden:

  • Persönliche Geschichten aus meinem Leben mit Musik, Glauben, Alltag und Konflikten
  • Gedanken zu Stoizismus, Frieden und Spiritualität, die versuchen, nicht nur theoretisch zu bleiben
  • Fragen und kleine Denkanstöße, die dich einladen, deine eigene Art von „Disarming Kindness“ zu entdecken

Ich schreibe hier nicht als fertiger Experte, sondern als jemand, der unterwegs ist. Ich werde Fehler machen, Dinge später anders sehen, dazulernen. Aber genau das ist Teil der Reise.


Zum Schluss: Einladung

Wenn dich die Sehnsucht nach innerem und äußerem Frieden auch begleitet, bist du hier herzlich willkommen. Lies mit, widersprich mir, teile deine Erfahrungen – und vielleicht schaffen wir es gemeinsam, dass die weiße Taube in Dylans Lied ein kleines bisschen früher zur Ruhe kommen darf.

Schritt für Schritt, aus Tirol in die Welt.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert